
Sanierung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes
Deutschlandweit kommen derzeit enorm viele Wohn- und Geschäftshäuser aus den 1920 bis 1980er Jahren in den Zustand, dass sie saniert werden müssen. Die Schwächen werden immer offensichtlicher, sowohl äußerlich als auch im Inneren. So auch bei diesem Gebäude, hier gab es vereinzelt Schimmelbildung in vermieteten Wohnungen. Zunächst wurden die Ursachen dafür untersucht und ein ‚Individueller Sanierungsfahrplan‚ erstellt. Im Zuge dessen und auch danach stellte sich die Frage, in welcher Reihenfolge die Sanierung tatsächlich erfolgen soll. Einige Maßnahmen sind empfehlenswert, manche dringend erforderlich, andere auch abhängig voneinander.
So wird in diesem Fall zunächst die oberste Geschossdecke gedämmt, Lüfter mit Wärmerückgewinnung eingebaut und einige Wärmebrücken minimiert. In den kommenden Jahren wird die Sanierung weiter voranschreiten, vermutlich werden die Fenster getauscht, die Fassade gedämmt und vielleicht noch das Dach saniert, damit das Gebäude einen besseren energetischen Zustand erhält. Ein kalkulierbarer Kostenrahmen und dessen Wirtschaftlichkeit ist Voraussetzung für die Durchführung der jeweiligen Sanierungsmaßnahme, und auch das spätere Erscheinungsbild ist entscheidend für die Bauherrenschaft. Nach Möglichkeit werden Fördermöglichkeiten des Bundes (BAFA/KfW) genutzt.
Kiel-Brunswik
Bearbeitung ab 2024
Ansicht
Bauwerksdaten
Fortschritt
ab 2024 laufend…
Sanierungskosten
je nach Maßnahme
Leistungsumfang
Energieberatung, Fachplanung, Baubegleitung
Grösse
ca. 1.150 m² BGF
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Faq
Häufige Fragen zum TheMa
Deutliche Zeichen sind steigende Energiekosten, sichtbare Mängel an der Fassade und Probleme wie Feuchtigkeit oder Schimmel im Innenraum. Bei diesem Gebäude trat vereinzelt Schimmel in vermieteten Wohnungen auf, das war der Anlass, die Ursachen genauer zu untersuchen. Ein Fachblick schafft hier früh Klarheit.
Zuerst gilt es, die Ursache zu finden, statt nur die Symptome zu bekämpfen, denn Schimmel ist meist Folge von Wärmebrücken, Feuchtigkeit oder unzureichender Lüftung. In diesem Projekt wurden die Ursachen untersucht und daraus gezielte Maßnahmen wie Dämmung, Lüfter mit Wärmerückgewinnung und die Minimierung von Wärmebrücken abgeleitet. So verschwindet das Problem dauerhaft.
Das ist oft die zentrale Frage, denn manche Maßnahmen sind dringend erforderlich, andere empfehlenswert und viele voneinander abhängig. Ein individueller Sanierungsfahrplan bringt hier Ordnung hinein. In diesem Fall wurde zunächst die oberste Geschossdecke gedämmt, dann ein paar kleinere Wärmebrücken entfernt, weitere Schritte folgen in den kommenden Jahren.
Sie sorgen für einen kontinuierlichen Luftaustausch, führen feuchte Luft ab und beugen so neuem Schimmel vor, ohne dass wertvolle Wärme verloren geht. Gerade nach einer Wärmedämmung der Außenwände und Einbau neuer Fenster ist eine kontrollierte Lüftung wichtig, weil das Gebäude dichter wird. Deshalb gehört sie hier fest zum Sanierungskonzept.
Ja, das ist bei bewohnten Wohn- und Geschäftshäusern der Normalfall. Über einen Sanierungsfahrplan lassen sich die Maßnahmen so takten, dass Mieter möglichst wenig beeinträchtigt werden und sich die Kosten über die Jahre verteilen. Genau so wird auch dieses Gebäude Zug um Zug ertüchtigt.

Björn Schultner
Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Energieeffizienzexperte
Koordinator für Nachhaltiges Bauen
+49 (0) 173 4533279
bs@architekt-schultner.de



