
Sanierung eines Wohnhauses in Kiel
Was mit einem ‚Individuellen Sanierungsfahrplan‘ begann führte zu einer ausgewachsenen Komplettsanierung: Zunächst wurde der hofseitige Anbau der einen Doppelhaushälfte saniert, die Außenwände und das Flachdach wurden wärmegedämmt und die Fenster getauscht. Im Altbau wurde bereits das ein oder andere Fenster mit ausgewechselt und die alte Heizung durch eine Wärmepumpe und einen wasserführenden Kaminofen ersetzt. Als nächstes wurde das Satteldach des Altbaus saniert. Zwischenzeitlich hatte der Bauherr auch die angrenzende Doppelhaushälfte erworben, so dass nun die Dachsanierung beider Dächer gleichzeitig durchgeführt werden konnte. Auch die Heizungsanlage der zweiten Doppelhaushälfte war grenzwertig alt, auf fossilen Energieträgern basierend und wurde ebenfalls gegen eine Wärmepumpe getauscht.
Bei diesem Bauvorhaben ging es um diverse Detaillösungen. So gab es auskragende Vordächer aus Beton, die massive Wärmebrücken darstellten, korrodierende Bewehrung des Flachdachs, die es instabil machten, Glasbausteine anstatt Fenstern, teilweise genutzte Kellerräume, wenig Anstauhöhe an den Terrassentüren, unterschiedliche vorhandene Innendämmungen. Um die schöne Backsteinfassade und das Ortsbild zu erhalten und dennoch die Fassade energetisch zu ertüchtigen, wird vermutlich später noch partiell eine Innendämmung zum Einsatz kommen. Im Bad ist eine solche schon installiert, in Verbindung mit einer Wandheizung. Nach Möglichkeit wurden Fördermöglichkeiten des Bundes (BAFA/KfW) genutzt.
Kiel-Schreventeich
Bearbeitung 2023-2025
Ansicht
Bauwerksdaten
Fortschritt
Fertigstellung 2025
Sanierungskosten
privat
Leistungsumfang
Energieberatung, Fachplanung, Baubegleitung
Grösse
ca. 390 m² BGF
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Häufige Fragen zum TheMa
Beides ist möglich, und oft ist der schrittweise Weg der klügere. Dieses Projekt begann bei einer Energieberatung und wuchs zur Komplettsanierung: erst Außenwände, Flachdach und Fenster, dann Heizung, später die Dächer. So lassen sich Maßnahmen sinnvoll aufeinander abstimmen und über die Zeit strecken, ohne den roten Faden zu verlieren.
Ein iSFP ist ein Programm des Bundes für die energetische Bewertung von Wohngebäuden, er zeigt Ihnen entweder Schritt für Schritt oder auch in einem Rutsch, in welcher Reihenfolge sich die energetische Sanierung Ihres Hauses am sinnvollsten umsetzen lässt, abgestimmt auf Ihr Budget und Ihre Ziele. Er schafft Klarheit, verhindert Fehlinvestitionen und sichert Ihnen zusätzlich einen Förderbonus. Genau wie hier geschehen kann er der Startpunkt für ein größeres Vorhaben sein.
Grundsätzlich gibt es keinen gesetzlichen Zwang für eine außenliegende Wärmedämmung, obgleich dies schon in den meisten Fällen sinnvoll erscheint. Wenn eine Außendämmung ein besonders erhaltenswertes Erscheinungsbild und das Ortsbild zu zerstören droht, kann über eine partielle Innendämmung nachgedacht werden. Technisch hat diese Wärmedämmvariante gewisse Schwachstellen und sollte deswegen gut geplant sein. Aber damit kann die Backsteinfassade sichtbar bleiben und das Haus trotzdem spürbar effizienter werden.
Die Wärmepumpe übernimmt effizient die Grundversorgung, während der wasserführende Kaminofen an kalten Tagen zusätzlich einspeist und zusätzlich für gemütliche Wärme sorgt. Diese Kombination ersetzt die alte, fossile Heizung und macht Sie unabhängiger von steigenden Energiepreisen.
Bei diesem Projekt wurden die Förderungen des Bundes über BAFA und KfW genutzt, so wurden für Wärmedämmung, Fenster und den Heizungstausch Förderungen erzielt. Welche Programme in Frage kommen, prüfe ich als Ihr Energieberater von Anfang an und plane sie fest in das Vorhaben ein, damit Sie die maximale Fördersumme herausholen.

Björn Schultner
Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Energieeffizienzexperte
Koordinator für Nachhaltiges Bauen
+49 (0) 173 4533279
bs@architekt-schultner.de







